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Offensichtlich einen großen.

Im August 2026 haben Konzerne und Unternehmer-Verbände von der Bundesregierung gefordert, Maßnahmen zum Sozialabbau zu beschleunigen und längere Arbeitszeiten zu ermöglichen. Unterzeichnet hatten unter anderem Vertreter der bayerischen Konzerne Audi, BMW, Siemens und der der bayerische Metall- und Elektroarbeitgeberverband bayme vbm.  Sie beklagten die Höhe der Arbeitskosten, die auf 42% stieg. Daher müssten Sozialabgaben gesenkt und längere Arbeitszeiten ermöglicht werden.

Kanzleramtsministerin Nina Warken reagierte umgehend und sagte dem ZDF-Morgenmagazin, „Da gibt es keinen Dissenz, das sehen wir ganz genauso“.  Die bereits geplanten Einschnitte seien keine beliebten Projekte, müssten aber beschlossen werden.

Wenn eine Ministerin einer Handvoll quengelnder Industrieller ein solches Signal sendet, gleichzeitig aber zu erkennen gibt, dass sie auf die berechtigten Ansprüche der Mehrheit pfeift, zeigt das, welches Verständnis sie von Demokratie hat.

Im Übrigen gibt es laut einer Studie des Hans-Böckler-Institit gar keine Explosion der Arbeitskosten. Der Anstieg ist gemäßigt und im europäischen Vergleich ist Deutschland im Vorjahr sogar von Platz 5 auf Platz 7 nach unten gerutscht. Auch sind nach dieser Studie nicht hohe Sozialabgaben an der Krise schuld, sondern Fehler der Konzerne, die die Entwicklung von Zukunftstechnologien verpassen. Sollen für diese Fehlentscheidungen nun die Beschäftigten zahlen?

Wir wehren uns gegen eine Krisenlösung auf dem Rücken der Mehrheit der Bevölkerung. Auch Milliarden-Ausgaben für Rüstungsprojekte, die von Teilen der Industrie freudig begrüßt werden, führen nicht aus der Krise heraus, sondern in eine tödliche Krise hinein.

Wir fordern eine starke soziale Infrastruktur und  gute Arbeitsbedingungen für Alle.  Denn dies ist die Voraussetzung für eine friedliche Entwicklung der Gesellschaft.