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Nein, Psychotherapie ist kein Luxus. Im Gegenteil bedeuten Kürzungen in diesem Bereich großen Schaden für die Betroffenen und die Gesellschaft. 

Psychotherapie ist eine medizinisch anerkannte Behandlung von psychischen Erkrankungen - genauso wie eine Operation oder Medikamente bei körperlichen Leiden. Sie hilft zum Beispiel bei Depressionen, Angststörungen, Zwängen, traumatischen Erlebnissen oder anderen psychischen Erkrankungen, die den Alltag stark beeinträchtigen. 

Man kann das nicht einfach allein schaffen. Manche Belastungen lassen sich mit privater Unterstützung bewältigen. Häufig erfordern psychische Erkrankungen jedoch eine professionelle Behandlung, damit sie nicht chronisch werden oder sich verschlimmern. Je früher eine psychische Erkrankung behandelt wird, desto besser sind oft die Heilungschancen. Das kann auch längere Klinikaufenthalte oder Folgeerkrankungen verhindern. 

An Therapien sollte nicht gespart werden, weil psychische Gesundheit ein wesentlicher Bestandteil der Gesundheitsversorgung ist. Wer notwendige Behandlungen einschränkt, riskiert mehr Leid für Betroffene und langfristig sogar höhere gesellschaftliche und wirtschaftliche Kosten.